Von der Freiheit, Der Identität und Den Grenzen des MenschseinS.
eine Installation von Fahar Al-Salih
THE CAGE lädt zum Begehen ein.
Nimm dir Zeit. Wechsle dabei gern die Perspektive. Bleib einen Moment stehen und halte inne.
Zwischen Bagdad und Karlsruhe:
Fahar Al-Salihs internationaler
Weg der Kunst
Der 1964 in Belgrad geborene Fahar Al-Salih wuchs in Kuwait auf und lebte anschließend in Wien, Bratislava, London und Dubai. Heute lebt und arbeitet er in Karlsruhe und Bagdad. Seine künstlerische Ausbildung absolvierte er als Meisterschüler bei Prof. Hermann Nitsch, Prof. Markus Lüpertz sowie bei
Jerry Zeniuk – prägende Positionen, die seine künstlerische Entwicklung maßgeblich beeinflussten. International wurde Al-Salih in bedeutenden Ausstellungs-kontexten präsentiert. Ein zentrales Highlight ist Common Ground (2023) in Riad, Saudi-Arabien, kuratiert von Tamara Chalaby und Jumana Ghouth. Zudem war er mit der Ausstellung Fragile States (of Being) (mit Tammam Azzam), kuratiert von Anabel Roque Rodríguez, bei YVONNE HOHNER CONTEMPORARY in Karlsruhe vertreten. Mit der Installation The Cage, gezeigt unter anderem in Bagdad, Riad und auf der art KARLSRUHE, unterstreicht Al-Salih die internationale Resonanz seines ortsbezogenen und gesellschaftlich reflektierenden Werks.
THE CAGE - eine„Sehhilfe“
THE CAGE lädt zum Begehen ein.
Nimm dir Zeit. Wechsle dabei gern die Perspektive. Bleib einen Moment stehen und halte inne.
1. Nimm den Raum wahr
Bevor du etwas deutest: Geh langsam. Achte auf Linien, Schatten, Durchblicke. Wo wirkt der Raum offen – wo eng?
2. Schau auf das Material
Jeder Käfig ist von Hand geflochten. Palmblätter. Spuren von Händen. Eine Technik, die vom Verschwinden bedroht ist. Was verändert dieses Wissen an deinem Blick?
3. Eine Irritation?
Der (gewohnte) Blick auf den Altar ist verstellt. Wie fühlt sich das an? Was passiert, wenn Orientierung unterbrochen wird?
4. Frage nach den Käfigen
Ein Käfig kann schützen. Ein Käfig kann begrenzen. Wo verläuft die Grenze? Welche Käfige kennst du – in dir, um dich, in unserer Gesellschaft?
5. Eine Einladung
Wenn du möchtest, kannst du eine Käfigtür öffnen. Vielleicht als Zeichen der Erinnerung. Vielleicht als Zeichen der Hoffnung.